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2016 Rückblick – Ausblick – Weitblick

20Es gibt über das Programm 2017 kein Geheimnis mehr zu lüften, das wurde an der letzten GV angesprochen, ist überdies auch auf der Homepage einsehbar. Doch davon später…

Das Bachensemble-Jahr 2015 hat gehalten, was es versprochen hat. Die Reise mit Trompetenkonzerten, hinreissend gespielt von Immanuel Richter, hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Ein hochkarätiger Interpret, der mit spielerischer Leichtigkeit schlicht verblüffte, liess alle den Spass am Musizieren spüren. Nicht nur in den Konzerten, auch in den Proben versprühte er dies, in unkomplizierter, bescheidener Art. Das bleibt haften und ist vorbildlich.

Die Kombination mit den bekannten und weniger bekannten Bach-Kantaten bewährte sich. Und das kommende Programm 2015 gor fast gleichzeitig wie jenes vom letzten Jahr. So geht es also dieses Jahr wieder ähnlich zu und her. Nur die „Farben“ ändern ein bisschen.

Wie entsteht ein solches Jahresprogramm? Zuerst herrscht wochenlanges Brüten. Dann entsteht eine Folge von Ideen; noch einmal ein “Jahressolist“, sprich wieder grosses Kaliber, zum Beispiel ein Geiger. Antonio Vivaldi bietet sich an in unserem musikalischen Umfeld. Und dann die „Quattro Stagioni“. Ziemlich genau in diesen Jahreszeiten haben wir unsere Konzerte mit dem ganzen Ensemble. Bruchstücke nehmen Formen an: Von Vivaldi gibt es lauter gute Vokalmusik. Einiges davon haben wir schon gemacht, anderes steht schon länger in der Warteschlaufe. Damit entsteht wieder ein Leitgedanke. Dann der nächste: Bach-Kantaten, Fortsetzung von 2015, nämlich solche, die noch nie auf unseren Programmen standen, und andere, die Teil unseres Repertoires sind. So, das Programm ist nun schon fast ausgegoren.

Fehlen noch ein paar Details. Kaum hat unser wunderbarer Solist Daniel Dodds den „Frühling“ gespielt – schups – schon ist er wieder weg. Das geht so nicht, bringt Werkproportionen aus dem Gleichgewicht. Also bitte noch ein zusätzliches Violinkonzert aus der Vivaldischen Feder. Und da ich oft zyklisch denke und mich um Zusammenhänge bemühe, wollte ich auch hier Zusammenhängendes anstreben. Von den 241 (sic!) Violinkonzerten Vivaldis sind einige in Werkgruppen zusammengefasst, die da heissen „L’Estro Armonico“, „La Cetra“ oder „La Stravaganza“. Aus letztgenanntem Zyklus hat Daniel Dodds drei Werke ausgewählt und vervollständigt damit unser Programm. So verspricht auch dieses Jahr wieder vieles, worauf wir uns freuen können.

Da wäre noch etwas über das Weihnachtskonzert zu sagen, aber davon später…Und es beginnt zu gären über 2018, doch davon später…

Franz Schaffner